Schlagwortarchiv für: Holzbootsbau

Am 03. November erreichte die Marstalschoner Zuversicht unsere Werft. Nach der Notreparatur an dem Schiff werden nun weitere Reparaturen und Restaurationen an dem „Marstal-Schoner“ vorgenommen.

Mit großem Holzbau Knowhaw starten bei der Rathje Werft die Arbeiten an einem weiteren großen Traditionsschiff. Auch sind die Synergien zwischen Netzwerkausbau, Bootsbauern und Motorenbauern gefragt.

Als Team sind wir stolz, an einem so wichtigen Projekt für den Verein mitwirken zu dürfen. Uns liegen die Traditionsschiffe sehr am Herzen und so begrüßen wir nach einer von uns durchgeführten Notreparatur vor einigen Wochen nun am 03.11.2020 die Zuversicht auf unserer Slip Anlage.

Sie wird von dem Verein Jugendsegeln e.V. betrieben.

Die Zuversicht (Bild) ist 1905 in Nyborg aus Eichenholz als „Marstal-Schoner“ gebaut worden. Sie wurde als Steinfischerfahrzeug verwendet und holte Material für den Hafenbau vom Grund der Ostsee.
Aus unserer Sicht ist es extrem wichtig, die Zuversicht weiter in Fahrt zu wissen. Denn sie ist Geschichte und Tradition, die vielleicht in diesen schnellen Zeiten gerade sehr wichtig ist.

Auf dem Gelände der Rathje Werft sind nun drei ganze Eichenstämme angekommen. Zwar sind weniger Reparaturen an der Zuversicht geplant aber die Werft ist vorbereitet. So werden 6 cm dicke Planken erstellt und das Kalfatern zum Abdichten vorbereitet. Zusätzlich ist einfaches Holz bereits auf dem Gelände, mit dem Schablonen gebaut werden. Es ist sehr anspruchsvoll, bestehende Planken auszutauschen, da man jede Biegung, jede Besonderheit nachbauen muss.

Seit Urzeiten werden die Eichenplanken untereinander durch Kalfatern abgedichtet. Es gilt für die Arbeiten ab dem 03. November 2020 zu prüfen, ob die Eichenplanken gedämpft werden müssen oder ohne erstellt werden können. Neue Dämpfkisten liegen schon bereit. Sind die Planken durch das Dämpfen noch erhitzt und kühlen ab, kann mit dem Kalfatern begonnen werden. Es wird ein Baumwollfaden in die Nähte eingeschlagen, damit die Fugen etwas auseinander geschoben werden. Die Nähte werden anschließend im Unterwasserbereich z.B. mit Pech im Überwasserbereich mit z.B. Leinölkitt verhüllt.

Die Planken quellen nach dem Wassern des Schiffes nun auf. Der Druck der nun größer gewordenen Planken dichtet nun ab. Eine exakte Abstimmung zu den verschiedenen Zeitpunkten und Materialien ist die Kunst des Bootsbauers.

Wir berichten in den nächsten Tagen weiter…

Die Rathje Werft saniert große Traditionsschiffe wie die Alexandra aus Flensburg oder die Zuversicht. Ein neues Konzept der Nutzung der Netzwerke um Bootsbaumeister, Zimmerer und auch Maschinenbauer soll es ermöglichen, Teile der Reparaturen wesentlich günstiger zu gestalten. Erinnerungen an den sehr günstigen Bau der Hanse Kogge werden erneuert. Die Werft steht als echter Partner der Traditionsschiffe. Holzaufbauten, Decksplanken, Holzmasten, Planken und vieles mehr bauen und sanieren unsere Bootsbauer und Techniker seit nunmehr 98 Jahren.

Die Rathje Werft durfte bis ins Jahr 2020 hinein umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Alexandra aus dem Historischen Hafen Flensburg umsetzen.
Mehr zur Alexandra >>hier und >>hier

Darauf ist das Bootsbauer-Team der Werft stolz. Das Schiff misst gut 37m und wurde 1908 gebaut. Ein Schwesterschiff „Albatros“ aus dem Jahre 1912 ist in Dampf an auf dem Sandstrand zu besichtigen.

Als Team sind wir stolz, an einem so wichtigen Projekt mitgewirkt zu haben. Uns liegen die Traditionsschiffe sehr am Herzen und so begrüßen wir nach einer von uns durchgeführten Notreparatur am 03.11.2020 nun die Zuversicht auf unserer Slipanlage.
Wir berichteten >>hier

Sie wird von dem Verein Jugendsegeln e.V. betrieben.


Doch zurück zur Alexandra …
Lassen Sie die Bilder alt und neu für sich sprechen:

Alexandra Schiff
Zur historischen Bildergalerie der Alaxandra >>hier

Auf dem folgenden. Bild sehen Sie die alten Eingangsholztüren. Sie wurden von der Werft im Ganzen kopiert. Aber auch die Türzargen wurden neu erstellt.
Sie sehen auch die Decksplanken, welche von den Bootsbauern der Rathje Werft neu verlegt wurden.

Sanierung Alexandra Rathje
Sehr schön sind hier die Aufbauten mit den neuen Elementen zu erkennen.

Sanierung Alexandra Rathje
Damit das so schön wird, fallen auf dem Werftgelände viel Späne an

Auf dem Werftgelände werden die Teile gebaut und zusammengeführt.
Lassen Sie die vielen weiteren Bilder auf sich wirken.

Traditioneller Holzbootsbau und die Instandsetzung von Holzboten und -schiffen

Der traditionelle Holzbootsbau und die Instandsetzung liegen den Bootsbauern im Blut. Mit Fachwissen ist es möglich, Einzelanfertigungen von Teilen zu machen.
Der Innenausbau aus Holz und das Legen der Stabdecks und von Teakholz bedarf umfangreicher Planungen und Überlegungen.

So müssen ganze Bäume erworben werden und sodann in die richtigen Bretter und Planken zerlegt werden.
Dabei kann nicht jeder Baum verwendet werden, genaue Angaben über Restfeuchte, Länge der Trocknung und das Wissen über den Bau von Werkzeugen und deren Einsatz sind erforderlich.

Die Rathje-Werft gehört hier sicher zu den letzten Werftstandorten, die die dieses traditionelle Handwerk beherrscht.

Mehr zum Thema >> Teakdeck erfahren Sie hier


Ein Beitrag aus der
Rathje Werft in Kiel

100 Jahre Tradition im Bootsbau und Technologie von morgen

Telefon: 0431 / 220 92-0
E-Mail: info@bootswerft-rathje.de

Immer seltener begegnen uns auf dem Wasser diese kleinen und großen Schmuckstücke, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Wohlgeformte Schiffe bei denen man fast schon meint, das Herzblut des Eigners müsste man doch auf den Planken wiederfinden können.

Die Rede ist von den „Planken, die die Welt bedeuten“ – die Schiffe, mit denen unser Traum der Freiheit angefangen hat: Klassische Yachten!

Kaum einer der nicht selbst in Besitz eines solchen Kleinods ist, vermag sich vorzustellen, welche Arbeit in diesen Schiffen stecken kann.
Gerade wenn es darum geht, eine in Vergessenheit geratene Yacht zu restaurieren. Wo fange ich mit der Restaurierung überhaupt an? Gibt es noch originale Zeichnungen und Pläne? Oder lasse ich doch lieber die Finger von der Sache?

Wir als Yacht- und Bootswerft Marina Rathje mit nun fast 100 jähriger Geschichte und einem breit aufgestelltem Netzwerk von Fachleuten (Tischler, Bootsbauer, Motorenschlosser, Elektroniker, Segelmacher, Rigger,.. ) möchten Ihnen bei diesen Fragen und der Umsetzung Ihres Traumes gerne unter die Arme greifen.

Unser Angebotsspektrum umfasst dabei:

  • Ersteinschätzung des Gesamtzustandes
  • Gutachten über den Aktuellen Marktwert
  • Zielsetzung sowie Recherche von Original Zeichnungen und Plänen
  • Kostenplanung
  • Koordinierung der Restaurierung
  • Sanierung von Teakdeck
  • Umsetzung von allen anstehenden Arbeiten

Sie legen Wert auf Detailverliebtheit und Qualität? Dann sprechen Sie uns gerne an!

Mehr zum Thema >> Teakdeck erfahren Sie hier


Ein Beitrag aus der
Rathje Werft in Kiel

100 Jahre Tradition im Bootsbau und Technologie von morgen

Telefon: 0431 / 220 92-0
E-Mail: info@bootswerft-rathje.de

Seit ihrer Gründung im Jahr 1922 wurden über die Jahre viele Holzboote, -yachten und -kutter in der Yacht und Bootswerft Rathje gebaut, teilweise mit beachtlichen Unterschieden in Größe und Stil. Einige dieser eigenen Neubauten haben auch heute noch ihre Liegeplätze im Yachthafen, bzw. segeln auf der Kieler Förde.

Eine der heute noch in der Marina ansässigen und von uns gebauten Yachten ist die „Johanna“.
Der 13 Meter lange Motorsegler, dessen Bau 1977 begann, war ein Lehrlingsprojekt unter der Leitung des Meisters Hugo Laatzen. Auf diese Weise lernten die Lehrlinge am besten den Umgang mit Holz, sowie die Konstruktion eines Bootes. Das geräumige, ketschgeriggte Boot ist bis heute Stammkunde bei Rathje.

Segelyacht Johanna

Segelyacht „Johanna“ auf ihrem Liegeplatz am Mittelsteg

Ein weiteres Boot, welches seit seiner Fertigstellung im Heimathafen liegt, ist die „Classica“.
Der Bau des als Meisterstück begonnenen, und als Lehrlingsprojekt abgeschlossenen Bootes wurde 2002 beendet. Die elegante, klar lackierte Mahagoniyacht mit ihrer auffälligen, grünen Persenning wurde bis letztes Jahr durch die Werft verchartert und hat nun den Eigentümer gewechselt. Mit dem Verkauf einher ging eine komplette Neulackierung des Überwasserbereiches.

Segelyacht Classica

Die „Classica“ auf ihrem Liegeplatz am Oststeg

Eines der bekanntesten Projekte der Bootswerft Rathje ist der originalgetreue Nachbau einer Hansekogge unter Begleitung des deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven. Für den Bau des 7,6 Meter breiten und 23 Meter langen Schiffes wurde eigens eine Halle errichtet. Im Bauvorgang wurde Wert auf eine traditionelle Bauweise gelegt, so wurden etwa die Bodenwrangen und Spanten durch Holzdübel mit den 4,5 cm starken Planken verbunden. Die Arbeiten dauerten von 1986 bis 1991. Ihren Liegeplatz hat die Kogge am Satorikai in Kiel.
Weitere Informationen: hansekogge.de

Segelschiff Hansekogge

Die Hansekogge bei ihrem Stapellauf 1991

Ende 2019 wurde der Segelyacht „Salta Marina“ zu neuem Glanz verholfen. Sämtliche lackierte Flächen, einschließlich der Außenhaut, wurden neu lackiert. Zudem ist der teils rotte Aufbau generalüberholt worden. Hierzu wurden die Wände des Aufbaus aufgedoppelt, neue Luken angefertigt, und das Dach neu laminiert.

Segelyacht Salta Marina

Die „Salta Marina“ auf ihrem Liegeplatz am Steg Ost

Nachdem der Marstalschoner Zuversicht in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Wassereinbruch auf Steuerbord-Seite Höhe des Schonermastes erlitt, wurde er zügig auf Land genommen.

Die Gebr. Friedrich Werft fragte uns in diesem speziellen Fall um unser Fachwissen in Bezug auf eine möglichst schnelle und fachgerechte Reparatur.
Unsere Bootsbauer nahmen sich der Sache umgehend an und begutachteten die Leckstelle.

Es handelte sich um einen Plankenstoß, aus dem sich das Werg herausgearbeitet hatte.
Werg ist ein Naturprodukt aus Hanffasern, welches in Teer getränkt ist. Dieses wird mit großer Kraft zwischen die einzelnen Planken gehauen und dichtet somit schlussendlich den Rumpf ab.

Wir kalfaterten den undichten Plankenstoß und vergossen das Ganze noch mit heißem Pech.
Das Pech dient dazu zu verhindern, dass sich das Werg bei Fahrt durchs Wasser wieder herausspült.
Es handelt sich um eine Notreparatur welche lediglich die Schwimmfähigkeit des Schiffes wiederherstellen sollte. Zur Unterstützung für das verwendete Pech wurde noch zusätzlich ein Bleiflicken aufgetragen.

Wieder einmal konnte die Yacht und Bootswerft Marina Rathje durch ihre nun fast 100-jährige Erfahrung mit der Reparatur von klassischen und traditionell gebauten Schiffen dazu beitragen, eines der ältesten Schiffe der Kieler Förde zu erhalten.

Traditionsschiffe bei Rathje