Auf dem Gelände der Rathje Werft wird aktuell eine Verbindungshalle zum ehemaligen Gelände des Britisch Yacht Clubs geplant. Gleichzeitig werden Umsetzungsszenarien entwickelt und geprüft.

Der aktuelle Planungsstand wurde jüngst einer Vertretung der Stadt Kiel vorab zur Bewertung übergeben.

Die multifunktionale Halle soll sowohl Parkplätze, Arbeitsplätze, Büroflächen und eine Werkshalle beheimaten. Zusätzlich ist ein Restaurant als Bindeglied zu den drei Häfen Teil der Planung. Auch über die Möglichkeit, Unterkünfte stellen zu können, wird nachgedacht.

Das Projekt steht aktuell wegen der sehr stark steigenden Baupreise in einem gewissen Umsetzungsrisiko. Dennoch soll die Planung Grundlage für die Weiterentwicklung des Geländes sein.

Es könnte aber noch ein langer Weg sein, hier das Richtfest feiern zu können, meint die Eigentümerfamilie.


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Rathje Werft in Kiel

100 Jahre Tradition im Bootsbau und Technologie von morgen

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Die Rathje Werft in Kiel durfte die Mira vom Bestattungshaus Paulsen im Hafen begrüßen.

Neben Unterwasserarbeiten und Unterwasseranstrichen sowie der Wartung der Motoren wurde von der Werft im Innenraum ein sehr schöner neuer Boden verlegt. Dabei gelang mit den Mitarbeitern von Herrn Paulsen eine sehr gute fristgerechte Zusammenarbeit, die diese schönen Ergebnisse hervorbrachten. Der neue Boden ist unter verschiedenen Gesichtspunkten mit einem Teakdeck vergleichbar.

Das Schiff konnte fristgerecht den Hafen verlassen und wieder seinen Dienst aufnehmen. Viele Menschen in Kiel und Schleswig-Holstein fühlen sich eng mit dem Meer verbunden, was den Wunsch nach einer Seebestattung hervorruft.


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Traditionssegler Zuversicht wird in Kiel für voraussichtlich 3 Jahre in eine Halle gestellt.

Der Traditionssegler Zuversicht ist als Schwesterschiff des Marstalschoners Bonavista möglicherweise für einige Jahre bei der Rathje Werft zu Hause.

Im Hintergrund verlaufen enorme Planungen. Die Schiffssanierung birgt für die Region und alle anderen Traditionsschiffe enorme Chancen. So können die Bootsbauer ihre Fertigkeiten an viele neue Azubis weiter geben. Wie bei der Kieler Hansekogge wird das Projekt eine enorme Strahlkraft haben.

Noch heute sind die am damaligen Projekt der Schiffssanierung beteiligten Menschen emotional und fachlich mit ihrem ganzen Herzen an dieses Projekt gebunden.

Sanierung Traditionssegler Zuversicht Rathje Kiel

Die Werft möchte im Mai mit der Platessa aus Eckernförde, der Bonavista einen Besuch in Marstal abstatten und den Schoner auch zur Werft einladen.

Am langen Ende würde sich die Eigner-Familie der Werft freuen, ständiger Heimathafen des Schoners zu bleiben und vor allem das Gelände des ehemaligen British Yacht Club in der Nachbarschaft entsprechend für die Traditionssegler und klassischen Yachten zu beleben.


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Die Kieler Hansekogge wird derzeit fit für die neue Saison 2021 gemacht.

Nach zwei Jahren in schwerer See haben sich viele freiwillige Helfer des Kogge-Vereins ins Zeug gelegt, um den 23-Meter-Traditionssegler in der Rathje Werft in Kiel / Pries-Friedrichsort wieder fit für die anstehende Saison zu machen.

Die Kiellegung des Nachbaus der Hansekogge jährt sich nun in wenigen Monaten schon zum 30. Mal.

Kieler Hansekogge
Foto: Kiel.Sailing.City


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Die Yacht- und Bootswerft Rathje hat jahrzehntelange Erfahrung mit Stegbau in bester Qualität.

Unsere eigenen Stege trotzen, Dank ihrer Standfestigkeit, dem rauen Küstenwetter und den Gezeiten und das seit jeher. Mit unserer eigenen Ramme wurden die Pfosten in den Boden gerammt und auf dem Wasser durch Holzkonstruktionen verbunden.
Dicke Planken sorgen für beständige Festigkeit.

Neben den klassischen Holzstegen haben wir auch Schwimmstege gebaut, welche mit den Booten und den Gezeiten sinken und steigen.

Sie planen Ihren eigenen Steg zu bauen?
Kein Problem!
Gerne bauen wir Ihnen IHREN ganz persönlichen Steg.
Egal ob klassischer Bootssteg oder Schwimmsteg, wir bauen Ihren Traumsteg.

Sie haben bereits einen Steg, benötigen eine Reparatur?
Auch kein Problem!
Wir reparieren Ihren Holzsteg und erfüllen Ihnen Ihre individuellen Wünsche.

Überzeugen Sie sich doch gerne selbst von der Qualität unserer Stege und besuchen Sie uns ganz einfach. Wir freuen uns über Ihren Besuch.


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Zunächst wird ein dünnes Brett an der Stelle, der herausgenommenen Planke befestigt. Nach oben und unten soll es 7-10 cm Luft zu den Planken oder dem Schanzenkleid haben. Sodann werden an allen Spanten diese auf der Holzschablone markiert und nummeriert. Nun wird mit einem „Zirkel“ von der Seite des Brettes, welche zur Nachbarplanke zeigt, ein Halbkreis gezogen, der die Unterkante berührt und auf der Schablone zu mindestens ¼ ausgeführt wird. Hier wird dann auch zur Sicherheit der Abstand notiert. So verfährt man an jedem Spanten nach oben und unten zu den Nachbarplanken.

Die Schablone wird nun vorsichtig gelöst. Im Holzlager wird die Schablone auf den gut 6 Zentimeter starken Eichenbrettern auf dem zentralen Holz, mit feinen Nägeln befestigt.
Jetzt spiegelt man mit Hilfe der Viertelkreise den Abstand zur Planke und prüft die Entfernung. Sodann verbindet man die vielen Punkte mit einer dünnen Holzleiste, die man auch mit feinen Nägeln vernagelt. Es wird der erste Strich nach oben und sodann nach unten gezogen.

Achtung, zu dem Abstand muss der Winkel hinzugerechnet werden. Was ist das? Die Spanten werden an dem runden Rumpf montiert. Wäre deren Kante immer im rechten Winkel, würden die Abstände auf der Außenfläche viel zu groß werden. Es muss also, während die Schablone noch am Schiff ist, an jedem Spanten der Winkel abgenommen werden. Dieser wird nun auf die Länge berechnet, also das Holz, welches hinzugerechnet werden muss.

Nun wird die Planke heraus gesägt. In der Sägewerkstatt wird dann noch für jede Stelle genau der Winkel gehobelt und die Planke perfektioniert. Es ist kaum zu glauben, aber sie wird auf den Millimeter passen bei 6-8 Meter Länge. Also wird der Abstand passen und der Winkel an ihren Kanten.

Wir haben hier nicht die perfekten Begriffe gewählt, sondern wollen mit ein paar schönen Bildern nur einen Eindruck über unsere Arbeit machen.

Wir lieben Beplanken und durch neue Techniken und Abläufe können wir vor allem unschlagbare Plankenpreise bieten.


Ein Textbeitrag von den Azubis der
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Wir freuen uns, die Capella aus Eckernförde für die nächsten drei Jahre fit gemacht zu haben.
Der Kutter ist als Restaurant in Eckernförde sehr bekannt.
Vom Schiffstyp her handelt es sich um einen Kriegskutter.

Das Schiff schwimmt nun wieder und wird die Gäste in Eckernförde mit seiner Crew neu begeistern können.


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Die Kieler Yacht- und Bootswerft Marina Rathje GmbH dem Verein mit seinem Traditionsschiff „Zuversicht“ geholfen. Nach einer umfangreichen Reparatur hat die Werft nun dem Verein einen großen Liegeplatz nebst Schlauchboot bis auf Weiteres gespendet. Es müssen keine Liegegebühren bezahlt werden.

Weiter wird nun daran gearbeitet, mit den Bootsbauern aus Schleswig-Holstein und einer von der Werft organisierten Umsetzungsplanung, die umfangreiche Restaurierung der „Zuversicht“ zu planen, zu organisieren und vor allem auch ein Finanz- und Spendenkonzept zu organisieren.
Die Mitarbeiter und die Eigentümerfamilie der Rathje Werft wollen dem Traditionsschiff „Zuversicht“ helfen, sich neu zu erfinden.

Der Geschäftsführer Helge Petersen schlägt dafür vor, umgehend den Bürgermeister der Stadt Kiel, den Landtagspräsidenten und weitere Persönlichkeiten des Landes als Schirmherren zu gewinnen. Daneben werden 3-4 Großspender mit einem Spendenvolumen im sechsstelligen Bereich benötigt. Hierfür soll das Jobcenter dafür gewonnen werden, an dem Großprojekt die Menschen aus- und weiter zu bilden. Ganz so, wie die Hansekogge damals in Kiel das Licht der Welt erblicken durfte.

Das Projekt muss nach Helge Petersens Ansicht in Kiel umgesetzt werden, weil nur hier das Jobcenter voraussichtlich fördern würde, der Landtag und die Stadt mithelfen würden und vor allem ein Besucher- und Spendenstrom gesichert werden kann.
Neben der Rathje Werft kann nebenbei noch das Projekt Gläserne Werft auf dem ehemaligen Gelände des „Britisch Yacht Club“ verwirklicht werden.

Das Projekt selber wird gut 18 Monate vollen Einsatz aller Beteiligter fordern.
Nach Auskunft der Bootsbauer ist das sehr alte Schiff nun soweit, dass es Generalüberholt werden muss, daran wird man auf lange Sicht viel Freude haben und dem Vereinszweck noch besser folgen können. Vor allem wird ein Teil der Kosten durch Fördermittel gedeckt werden können.

Mehr  Informationen zum Traditionsschiff gibt es hier 

In vielen Häfen an der Nord- und Ostsee finden sich noch wunderbare Traditionssegler. Wunderschöne Schiffe sind meist über Vereine organisiert.

Diese Schiffe brauchen genaue Pläne, wie sie gewartet und gepflegt werden. Diese ziehen sich über Jahre hin. Die Rathje Werft in Kiel führt für die Traditionssegler als Werftkunden, Werfttagebücher, damit selbst nach Jahren noch nachvollzogen werden kann, was genau wo gemacht worden ist.

Die BG Verkehr prüft regelmäßig den Zustand der Traditionssegler. Wir hatten die Ehre, im November den Marstalschoner Zuversicht in der Werft begrüßen zu können. Die Werft hatte nur einen kurzen Aufenthalt geplant. Nach der ersten Begutachtung und der Freilegung von Bleiabdeckungen und Planken, wurde allerdings ein größerer Schaden als vermutet festgestellt, welcher eine sehr umfangreiche Reparatur notwendig machte.

Traditionssegler in Nöten

An dem schönen Schiff ist es nun notwendig, zu Hobeln, zu Sägen, Schablonen aus Holz zu bauen, zu Dämpfen, Schäftungen zu machen, zu Kalfatern und vieles mehr. Aber hier nun meine kleine Geschichte zur ersten Instandsetzung der Zuversicht.

Die Rathje Werft in Kiel hat ein enormes Netzwerk an ehemaligen Auszubildenden im Bootsbau und viele Kontakte hinein in die Traditionssegler-Szene. So war es möglich, kurzfristig über einen Kubikmeter Eiche, viele Meter Planken und vor allem auch einige Spanten neu zu bauen. Im Vorwege wurde der fast neue Slipwagen der Rathje Werft so vorbereitet, dass eine Art „Hohlkreuz“ für den Kiel und das Kielschwein entstand. Das erklärt sich so, dass das Schiff während seiner Wasserliegezeit im mittschiffs Bereich durch seine bauchige Form mehr Auftrieb erfährt als im Bug oder Heckbereich, welche dann mit der Zeit der Schwerkraft nachgeben und nach unten absacken. In Fachkreisen spricht man von Hocking und Sacking. Für die Bootsbauer der Rathje Werft in Kiel ist es eine leichte Aufgabe, den Wagen richtig vorzubereiten. Hier liegt ein erstes Risiko für das Schiff. Baut man den Wagen nicht richtig, würde das Schiff enorm arbeiten, weil es nicht gestützt wird. So kann so manche Werft zwar vordergründig günstige Preise anbieten aber in z.B. diesem Detail zeigt sich, wie gefährlich günstige Angebote für alte Schiffe werden können. Das wurde sodann auch durch die Besichtigung der BG deutlich. Für einen Werftkunden mag ein Schiff schnell nach einer Reparatur gut aussehen. Hier aber wurden im Detail versteckte Bearbeitungsfehler gefunden. Falsches Dichtmaterial zwischen den Planken, Lücken in der Abdichtung oder falsches Absägen von Spanten.

Am Ende galt es, aus großen Eichenstämmen, 65mm dicke Planken mit Schablonen so nachzubauen, dass sie später in der Dampfkiste gedämpft werden können, um sie anschließend mit einer Vielzahl von Mitarbeitern passgenau zwischen die bestehenden Planken einzusetzen.

So wunderschön sieht der Schiffsrumpf aus Eiche aus:

Der Rumpf wird begutachtet und die Herzen der echten Bootsbauer schlagen höher. In den folgenden Tagen kommen viele Gutachter, die bei der Rathje Werft in Kiel gelernt haben, Bootsbauer und Vereinsmitglieder. Die Rathje Werft in Kiel hatte bekanntlich auch die Hansekogge nachgebaut und selbst die Menschen, die damals dabei waren, kommen auch und helfen zum Teil umsonst oder auf Rechnung. Ein menschlich und fachlich tolles Netzwerk, welches auch ermöglicht unschlagbare Preise mit genügend Vorabplanung zu machen. Rechnerisch kann man somit leicht die Preise der dänischen Werften unterbieten.

Nun geht es los, die Bleiflicken sind entfernt und die Planken müssen herausgenommen werden. Das geht nicht im Stück, da sie so stramm eingesetzt sind, dass sie  meist nur in ca. 60-80 cm kurze Stücke gesägt und entfernt werden können. Eine enorme Arbeit.

Auf den Bildern erkennt man gut die Markierungen mit Kreide, welche Schadstellen, Plankengänge und Spanten definieren. Aber es zeigt sich auch, wie durch versteckte Mängel die Spanten hinter den Planken schlicht „aufgefressen“ sind. Jetzt zeigen sich unsere guten Bootsbauer, die in der Lage sind, von diesen Spanten Schablonen oder auch Rehe genannt, anzufertigen. Mittels Innentaster und Schmiegenstock nehmen sie alle erforderlichen Maße ab, um die neuen Planken aus den Eichenbohlen heraus zu arbeiten.

Aus den Rehen werden auf den Millimeter genaue Spanten und Planken angefertigt.

Wo an den geplanten Enden zweier Planken technisch kein Spant eingesetzt werden kann, hilft ausnahmsweise ein Laschblech. Laschbleche sind eine übliche Stoßverbindung, welche man z.B. bei den alten KFKs (Kriegsfischkutter) findet.

Vorbereitend müssen die Planken in eine Dampfkiste, um das Lignin, welches den Kleber zwischen den Holzfasern bildet, aufzuweichen und die Planken somit biegsam zu machen. Auch dies ist eine Wissenschaft für sich, sind sie zu lange in der Dampfkiste, so sind sie unbrauchbar, sind sie zu kurz in der Dampfkiste, können sie nicht eingepasst werden und müssen wieder in kleinen Stücken herausgesägt werden, der Schaden wäre auch enorm.

Die Spanten müssen aufwendig nach dem Erstellen der Schablone aus der Eiche gebaut werden. Dabei kann nur das sorgsam ausgewählte Holz genutzt werden. Weder der Kern noch das Splintholz oder gar Astlöcher und Verwachsungen dürfen Bestandteil einer „astreinen“ Planke sein.  Zwar würde der Kunde den Unterschied kaum erkennen, aber bei der Rathje Werft ist es klar, minderwertiges Material wird nicht verwendet.

Das Setzen der Planken ist gern ein Ereignis, bei denen Vereinsmitglieder und Helfer Willkommen sind. Wurden die Schablonen richtig gefertigt? Wurden die die Schmiegen richtig gehobelt? Die Planke soll ja keinen einfachen 90Grad Winkel haben. Die Eichenplanken bedürfen einer Kalfatnaht.
Zum Schiffsinnern hin müssen die Planken bündig aufeinander liegen. Nach außen hin, kommt nun die Kalfatnaht ins Spiel. In diese wir mit reiner Muskelkraft Werg hinein geschlagen. Das Werg quillt bei Kontakt mit Wasser auf und dichtet den Rumpf zusätzlich ab. Damit das Werg bei Fahrt durchs Wasser nicht heraus gespült wird, verpechen die Bootsbauer der Rathje Werft in Kiel die neuen Plankennähte noch zusätzlich.
Wird hier nicht genau gearbeitet, wie in den vorherigen Schritten, so ist auch hier der Schaden groß.

Unsere Azubis dichten gerade die Schrauben ab.

Eines wird mir und uns als Inhaberfamilie Petersen jedenfalls klar, es ist genauste Millimeterarbeit. Dieses Zusammenwirken der Bootsbauer, welches binnen Minuten zur exakten Schließung des Rumpfes mit 6 cm dicken Eichenplanken führt, ist eine sehr hohe Kunst. Es können so viele Fehler, so viele Fehlmaße, so viele falsche Vorbereitungen gemacht werden. Bei all diesen großen Aufträgen ist es aber nie passiert. Es ist einfach nur schön, zu beobachten.
Und dann werden noch alle Schraubenlöcher mit schönen Eichenholzpfropfen verschlossen. Sehen Sie sich die Bilder gern im Detail an.

Bleiflicken sind nicht das Feinste und nur eine temporäre Lösung, weil es besser ist, die Fehlstellen in den alten Plankennähten vollkommen mit Holz zu reparieren. Aber sie sind auch ein Mittel, um für vernünftige Kosten-Nutzen Konzepte zu sorgen.

Wie ein Familienbetrieb, den man ja so in Deutschland kaum noch trifft. Wir danken dem Team und freuen uns auf weitere Traditionsschiffe auf der Rathje Werft in Kiel.

Und nebenbei wurde ein kaputter Mast kurz wieder neu angeschäftet.

Am Ende besteht die Rathje Qualität aus 98 Jahren Erfahrungen und echten Bootsbauern für Holzarbeiten.
Aus den Reststücken der Planken und Spanten wurden noch so einige Weihnachts- Kerzenständer gebaut.


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Der Bootsbau ist in seiner traditionell handwerklichen Ausrichtung im Gegensatz zu der marktbeherrschenden Fertigung von Serienbooten prädestiniert für Einzelanfertigungen. Auf die Einzelanfertigung der Werkstücke von Masten und Spieren oder anderer Ausrüstungsteile soll hier nicht eingegangen werden, da diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Es soll hier anhand bisher durchgeführter Einzelbauten von Booten ein kurzer Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Realisierung einzelner Projekte gegeben werden.

Auf das erste als Einzelfertigung im Jahr 1911 vom späteren Werftgründer Paul Rathje gebauten Segelboot folgten in den 1920er bis in die 1950er Jahre der Bau von Motorbooten und Segelyachten, die alle in traditioneller Bauweise aus Holz gefertigt wurden. Dies waren neben Einzelbauten für Privatkunden in den 1930er Jahren vor allem 50er Seefahrtskreuzer sowie Kutter und Pinassen und in den 1950 Jahren V-Boote, Pinassen und zwei 6,5KR-Kreuzer für die Bundesmarine sowie 20 Jollen für den benachbarten British Kiel Yacht-Club.

Yachten und Motorboote aus Holz als individuelle Einzelfertigungen

Mit der allgemeinen Entwicklung von Serienbooten aus GFK und dem damit einhergehenden Rückgang des Holzbootsbaus wurden ab den 1960er Jahren in der Werft Yachten und Motorboote aus Holz ausschließlich als individuelle Einzelfertigungen gebaut. Neben einzelnen Kundenaufträgen wurde der Bau dieser Boote vorrangig ausgeführt, um den Auszubildenden im Bootsbau die Möglichkeit zu geben, an dem Bau eines neuen Bootes mitzuwirken, was in der Bootsbauerbranche zu dieser Zeit durchaus keine Selbstverständlichkeit mehr war. So wurde für den Bau dieser Boote immer dann Personal eingesetzt, wenn das schwerpunktmäßig betriebene Reparaturgeschäft dies zeitlich erlaubte, dann aber mit umso mehr Passion der betreffenden Bootsbauer. So konnte der Bau einer Yacht bis zur Fertigstellung durchaus auch einmal mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Details der technischen Ausrüstung, der Inneneinrichtung und des Decklayouts wurden mit dem Fortgang der Arbeiten modifiziert und entwickelt. Kreativität und aktives Mitdenken war hier von allen Beteiligten gefragt!

Liebhaberstücke aus Vollholz-Mahagoni

Es handelt sich bei den vorgenannten Projekten – neben einigen kleineren Motorbooten – um klassische Fahrtenyachten, schon zum Zeitpunkt ihres Baus absolute Liebhaberstücke aus Vollholz-Mahagoni. Eine solche Yacht stach und sticht immer noch von der großen Zahl seriell gefertigter GFK-Yachten hervor und zieht in jedem Hafen umgehend gleichermaßen das Interesse von Kennern und die Blicke von „Sehleuten“ auf sich. Bei einer Rumpflänge von 10 bis 13 m verfügen die Yachten nicht nur über sehr gute Segeleigenschaften, sondern auch über ein breites Lauf- und Vordeck aus Teak-Stäben und neben der üblichen Vorderkajüte auch über eine geräumige Achterkajüte, so dass – besonders nach damaligen Gesichtspunkten – vergleichsweise viel Platz und Bequemlichkeit für vier bis fünf Personen vorhanden war, und auch auf einem mehrwöchigen Törn genug Freiraum für jedes Mitglied der Bordbesatzung geboten wurde. Gemeinsam ist diesen Yachten, dass sie eine gelungene Kombination aus hochwertiger traditioneller handwerklicher Fertigung, viel Spaß am Segeln, Bequemlichkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit darstellen.

Rathje Schiffe

Als Einzelbauten wurden auch einige Yachtbeiboote gebaut. Die Bauweise erfolgte in Mahagoni-Bootsbau-Sperrholz in Kombination mit Mahagoni-Vollholz. Auch hier bietet sich ein breites Spektrum der Realisierung unterschiedlicher Konstruktionen an.

Bau der Segelyacht „Classica“

Besonders erwähnt werden soll hier noch der Bau der Segelyacht „Classica“ in den 1990er Jahren. Mit der Fertigung des Rumpfes bot die Werft einem ihrer Gesellen die Möglichkeit zur Ablegung der Meisterprüfung. Später wurde die Yacht dann in mehrjähriger Arbeit von Gesellen und Auszubildenden fertiggestellt, war lange in Werftbesitz und wurde dann – wie auch alle Vorgängeryachten – an einen Kunden verkauft. Rumpf wie Innenausbau erfolgten in bestem Mahagoni mit einem Teakdeck und einem Mast aus Spruce.

Fertigung von Einzelstücken mit modernen Materialien

Neben diesen traditionellen Fertigungen bietet die Werft auch das Know-How und Equipment für die Fertigung von Einzelstücken mit modernen Materialien. So wurde im Jahr 2018 ein motorbetriebener Katamaran abgeliefert, der es einem Rollstuhlfahrer ermöglicht, selbständig an Bord zu fahren und das Boot zu steuern. Die Konstruktion wurde von der Fachhochschule Kiel entwickelt und auf der Werft aus Sandwich-Laminat mit Schaumkern und Glasgelege mit Epoxidharz gebaut. Der Antrieb erfolgt über zwei elektrische Strahlruder.

Bau der Kieler Hansekogge

Eine andere Sonderanfertigung stellt der Bau der Kieler Hansekogge dar, der über den Zeitraum von vier Jahren auf Initiative und im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Verein Jugend in Arbeit Kiel umgesetzt wurde. Mit einer Rumpflänge von 23,23 m und einer Breite von 7,78 m ist dies das größte hier gefertigte Schiff. Dem Bau dieser Sonderanfertigung wäre ein eigenes Kapitel zu widmen.

Mehr zum Thema >> Teakdeck erfahren Sie hier


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