Beplankung Schiff, Kutter, Traditionsschiff

Zunächst wird ein dünnes Brett an der Stelle, der herausgenommenen Planke befestigt. Nach oben und unten soll es 7-10 cm Luft zu den Planken oder dem Schanzenkleid haben. Sodann werden an allen Spanten diese auf der Holzschablone markiert und nummeriert. Nun wird mit einem „Zirkel“ von der Seite des Brettes, welche zur Nachbarplanke zeigt, ein Halbkreis gezogen, der die Unterkante berührt und auf der Schablone zu mindestens ¼ ausgeführt wird. Hier wird dann auch zur Sicherheit der Abstand notiert. So verfährt man an jedem Spanten nach oben und unten zu den Nachbarplanken.

Die Schablone wird nun vorsichtig gelöst. Im Holzlager wird die Schablone auf den gut 6 Zentimeter starken Eichenbrettern auf dem zentralen Holz, mit feinen Nägeln befestigt.
Jetzt spiegelt man mit Hilfe der Viertelkreise den Abstand zur Planke und prüft die Entfernung. Sodann verbindet man die vielen Punkte mit einer dünnen Holzleiste, die man auch mit feinen Nägeln vernagelt. Es wird der erste Strich nach oben und sodann nach unten gezogen.

Achtung, zu dem Abstand muss der Winkel hinzugerechnet werden. Was ist das? Die Spanten werden an dem runden Rumpf montiert. Wäre deren Kante immer im rechten Winkel, würden die Abstände auf der Außenfläche viel zu groß werden. Es muss also, während die Schablone noch am Schiff ist, an jedem Spanten der Winkel abgenommen werden. Dieser wird nun auf die Länge berechnet, also das Holz, welches hinzugerechnet werden muss.

Nun wird die Planke heraus gesägt. In der Sägewerkstatt wird dann noch für jede Stelle genau der Winkel gehobelt und die Planke perfektioniert. Es ist kaum zu glauben, aber sie wird auf den Millimeter passen bei 6-8 Meter Länge. Also wird der Abstand passen und der Winkel an ihren Kanten.

Wir haben hier nicht die perfekten Begriffe gewählt, sondern wollen mit ein paar schönen Bildern nur einen Eindruck über unsere Arbeit machen.

Wir lieben Beplanken und durch neue Techniken und Abläufe können wir vor allem unschlagbare Plankenpreise bieten.

Traditionsschiffe bei Rathje


Ein Textbeitrag von den Azubis der
Rathje Werft in Kiel

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