Beiträge

Eine gute Lackierung ist ein schönes Finish für jede Oberfläche, so kann man zum Beispiel seinen Mahagoni Tisch im Salon mit Klarlack oder seine Außenhaut mit einem weißen Lack beschichten.

Lack hat aber nicht nur optische Vorteile, er schütz etwa Holz vor UV-Strahlen und Wasser, wobei hier darauf zu achten ist, dass der Lack den man verwenden möchte auch dafür ausgelegt ist. Auch die richtige Verarbeitung ist sehr wichtig, man sollte sich deshalb unbedingt vor dem Verarbeiten das jeweilige Datenblatt durchlesen, um einen schützenden und natürlich schönen Anstrich gewährleisten zu können.

Um eine schöne Oberfläche zu bekommen, ist allerdings etwas Übung vonnöten, denn nicht jeder schafft es auf Anhieb eine glatte und saubere Lackierung zu schaffen. Streicht man etwa zu dick, kann es zu so genannten „Läufern“ und „Nasen“ kommen. Wenn man zu dünn streicht, kann es zu Fehlstellen kommen. Auch das Schleifen und Reinigen der Oberfläche ist wichtig, macht man dies nicht richtig, kann es passieren, dass der Lack später nicht auf der Oberfläche hält oder man Dreck und Staubkörner in der Lackierung hat.

Hat man eine saubere Oberfläche geschaffen, kann man mit seinem Anstrich beginnen. Im Normalfall trägt man den Lack erst mit einer Rolle auf und verschlichtet dann mit einem weichen Borsten- oder Schaumpinsel. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht zu fest mit dem Pinsel auf die Oberfläche gedrückt wird. Dies könnte dazu führen, dass zu viel Lack von der Oberfläche aufgenommen wird oder man eventuell einen Pinselstrich in die Lackierung zieht. Bei größeren Flächen sollte man sich Stückweiße vorarbeiten, das bedeutet, dass man ein Stück lackiert und dann verschlichtet. Lackiert man erst die ganze Fläche und zieht dann mit dem Pinsel nach, kann es passieren, dass der Lack am Anfang schon anzieht und sich nicht mehr glätten lässt.

Bei Zweikomponentenlack sollte man darauf achten, sich immer kleine Mengen anzurühren, ansonsten könnte es passieren, dass der Lack beginnt hart zu werden, bevor man fertig ist.

Zwischen jeder Schicht muss der Lack angeschliffen und gereinigt werden (die Körnung und die Schleifart müssen dem technischen Datenblättern entnommen werden) damit auch die darauffolgende Schicht hält und sauber ist.


Wir wollen mit unseren Beiträgen dabei helfen, dass sich unsere Kunden selbst helfen können oder besser verstehen, was wir tun. ABER wir müssen auch darauf hinweisen, dass die Beiträge Dinge beschreiben, die man über Jahre lernt, sodass es eine Vielzahl an Zwischeninformationen gibt, die nicht immer abgebildet sind. Wenn Sie also Inhalte umsetzen wollen, müssen Sie immer eine Absprache mit einem Meister oder Gesellen treffen, weil wir sonst keine Haftung übernehmen können.

Foto: Caleb Oquendo von Pexels

Am 03 November erreichte die Marstalschoner Zuversicht unsere Werft. Nach der Notreparatur an dem Schiff werden nun weitere Reparaturen und Restaurationen an dem „Marstal-Schoner“ vorgenommen.

Mit großem Holzbau Knowhaw starten bei der Rathje Werft die Arbeiten an einem weiteren großen Traditionsschiff. Auch sind die Synergien zwischen Netzwerkausbau, Bootsbauern und Motorenbauern gefragt.

Als Team sind wir stolz, an einem so wichtigen Projekt für den Verein mitwirken zu dürfen. Uns liegen die Traditionsschiffe sehr am Herzen und so begrüßen wir nach einer von uns durchgeführten Notreparatur vor einigen Wochen nun am 03.11.2020 die Zuversicht auf unserer Slip Anlage.

Sie wird von dem Verein Jugendsegeln e.V. betrieben.

Die Zuversicht (Bild) ist 1905 in Nyborg aus Eichenholz als „Marstal-Schoner“ gebaut worden. Sie wurde als Steinfischerfahrzeug verwendet und holte Material für den Hafenbau vom Grund der Ostsee.
Aus unserer Sicht ist es extrem wichtig, die Zuversicht weiter in Fahrt zu wissen. Denn sie ist Geschichte und Tradition, die vielleicht in diesen schnellen Zeiten gerade sehr wichtig ist.

Auf dem Gelände der Rathje Werft sind nun drei ganze Eichenstämme angekommen. Zwar sind weniger Reparaturen an der Zuversicht geplant aber die Werft ist vorbereitet. So werden 6 cm dicke Planken erstellt und das Kalfatern zum Abdichten vorbereitet. Zusätzlich ist einfaches Holz bereits auf dem Gelände, mit dem Schablonen gebaut werden. Es ist sehr anspruchsvoll, bestehende Planken auszutauschen, da man jede Biegung, jede Besonderheit nachbauen muss.

Seit Urzeiten werden die Eichenplanken untereinander durch Kalfatern abgedichtet. Es gilt für die Arbeiten ab dem 03. November 2020 zu prüfen, ob die Eichenplanken gedämpft werden müssen oder ohne erstellt werden können. Neue Dämpfkisten liegen schon bereit. Sind die Planken durch das Dämpfen noch erhitzt und kühlen ab, kann mit dem Kalfatern begonnen werden. Es wird ein Baumwollfaden in die Nähte eingeschlagen, damit die Fugen etwas auseinander geschoben werden. Die Nähte werden anschließend im Unterwasserbereich z.B. mit Pech im Überwasserbereich mit z.B. Leinölkitt verhüllt.

Die Planken quellen nach dem Wassern des Schiffes nun auf. Der Druck der nun größer gewordenen Planken dichtet nun ab. Eine exakte Abstimmung zu den verschiedenen Zeitpunkten und Materialien ist die Kunst des Bootsbauers.

Wir berichten in den nächsten Tagen weiter…

Die Rathje Werft saniert große Traditionsschiffe wie die Alexandra aus Flensburg oder die Zuversicht. Ein neues Konzept der Nutzung der Netzwerke um Bootsbaumeister, Zimmerer und auch Maschinenbauer soll es ermöglichen, Teile der Reparaturen wesentlich günstiger zu gestalten. Erinnerungen an den sehr günstigen Bau der Hanse Kogge werden erneuert. Die Werft steht als echter Partner der Traditionsschiffe. Holzaufbauten, Decksplanken, Holzmasten, Planken und vieles mehr bauen und sanieren unsere Bootsbauer und Techniker seit nunmehr 98 Jahren.

Die Rathje Werft durfte bis ins Jahr 2020 hinein umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Alexandra aus dem Historischen Hafen Flensburg umsetzen.
Mehr zur Alexandra >>hier und >>hier

Darauf ist das Bootsbauer-Team der Werft stolz. Das Schiff misst gut 37m und wurde 1908 gebaut. Ein Schwesterschiff „Albatros“ aus dem Jahre 1912 ist in Dampf an auf dem Sandstrand zu besichtigen.

Als Team sind wir stolz, an einem so wichtigen Projekt mitgewirkt zu haben. Uns liegen die Traditionsschiffe sehr am Herzen und so begrüßen wir nach einer von uns durchgeführten Notreparatur am 03.11.2020 nun die Zuversicht auf unserer Slipanlage.
Wir berichteten >>hier

Sie wird von dem Verein Jugendsegeln e.V. betrieben.


Doch zurück zur Alexandra …
Lassen Sie die Bilder alt und neu für sich sprechen:

Alexandra Schiff
Zur historischen Bildergalerie der Alaxandra >>hier

Auf dem folgenden. Bild sehen Sie die alten Eingangsholztüren. Sie wurden von der Werft im Ganzen kopiert. Aber auch die Türzargen wurden neu erstellt.
Sie sehen auch die Decksplanken, welche von den Bootsbauern der Rathje Werft neu verlegt wurden.

Sanierung Alexandra Rathje
Sehr schön sind hier die Aufbauten mit den neuen Elementen zu erkennen.

Sanierung Alexandra Rathje
Damit das so schön wird, fallen auf dem Werftgelände viel Späne an

Auf dem Werftgelände werden die Teile gebaut und zusammengeführt.
Lassen Sie die vielen weiteren Bilder auf sich wirken.

Traditioneller Holzbootsbau und die Instandsetzung von Holzboten und -schiffen

Der traditionelle Holzbootsbau und die Instandsetzung liegen den Bootsbauern im Blut. Mit Fachwissen ist es möglich, Einzelanfertigungen von Teilen zu machen.
Der Innenausbau aus Holz und das Legen der Stabdecks und von Teakholz bedarf umfangreicher Planungen und Überlegungen.

So müssen ganze Bäume erworben werden und sodann in die richtigen Bretter und Planken zerlegt werden.
Dabei kann nicht jeder Baum verwendet werden, genaue Angaben über Restfeuchte, Länge der Trocknung und das Wissen über den Bau von Werkzeugen und deren Einsatz sind erforderlich.

Die Rathje-Werft gehört hier sicher zu den letzten Werftstandorten, die die dieses traditionelle Handwerk beherrscht.

Wie für fast alles im Leben, gibt es auch Richtlinien für WC Anlagen an Bord, insbesondere für die Entsorgung von Fäkalien. Um es dem Leihen etwas einfacher zu machen – hier die wichtigste Information:
Seit dem 01. Januar 2005 müssen alle Sportboote, die eine Toilette an Bord haben, eine sogenannte Rückhaltefunktion, auch Fäkalientank genannt, mit einem Anschluss für die landseitige Entsorgung besitzen.

Ist dies nicht der Fall, kann das für den Eigner finanzielle Folgen haben. Aber keine Angst, es wurden wie immer Ausnahmeregelungen geschaffen, die wie folgt lauten:
Alle Boote, die VOR 2003 gebaut wurden, nicht länger als 10,5 Meter und nicht breiter als 2,8 Meter sind, brauchen nicht nachträglich mit einem Fäkalientank ausgerüstet werden. Eine generelle Befreiung ohne Mindestmaße gibt es für Boote, die vor 1980 bebaut wurden.

Wie kam es dazu?

Im Rahmen des Helsinki-Abkommens haben sich die Anrainerstaaten der Ostsee, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Deutschland über die Abwasserentsorgung auf Schiffen geeinigt.

Innerhalb der 12 Meilen Zone!
Für Wassersportler auf Nord- und Ostsee regelt die HELCOM Empfehlung 19/7 die Ausrüstung aller Schiffe, einschließlich Sportboote mit Abwasserrückhaltesystemen.
Somit sollte sich jeder Bootseigner Gedanken über die Nachrüstung machen. Es existieren internationale und nationale Normen, die die Hauptanforderungen und Konstruktionen der Abwassersammeltankanlagen definieren. Es handelt sich um die ISO 8099.

Die ISO 8099 ist als technische Richtlinie in Helcom eingebettet und füttert diese mit technischen Daten.

Nachfolgend ein paar Eckpunkte, die für die Konstruktion und den Einbau zu beachten sind:
Der Sammeltank muss befestigt sein. Der Füllstand des Tanks muss erkennbar sein. Ab einer Größe von 40 Litern muss eine zugängliche, abdichtbare (gas- und wasserdichte) Mindestöffnung von 75 mm Durchmesser vorhanden sein. Diese kann zur Spülung und Reinigung genutzt werden. Die Belüftungsleitung muss mindestens 19 mm betragen. Ein Durchmesser von 16 mm ist dann gestattet, wenn ein Überdruckventil vorhanden ist. Rohrleitungen müssen sicher befestigt werden, so dass ein Losreißen oder Durchscheuern der Leitung ausgeschlossen werden kann. Bei einer Krängung von 20 Grad zur Seite oder 10 Grad über und Heck, muss das System ohne Einschränkung funktionieren.

Und noch viel mehr… aber keine Sorge dafür sind wir ja da, damit unsere Kunden das sich Erleichtern an Bord nicht erst studieren müssen.
Die Auswahl der richtigen Toilette ist ebenfalls eine nicht zu vernachlässigende Entscheidung. Dabei geht es weniger um die Form und Größe, sondern um die technische Ausführung.
Elektrische oder manuelle Toilettenbedienung? Baue ich meine Toilette über oder unter Wasserlinie ein? Dreiwegehahn abschließbar oder nicht? Und was zum Geier ist ein Schwanenhalsventil?

Alles Fragen bei denen wir Ihnen gerne als kompetente Fachkraft zu Seite stehen, damit auch auf dem Boot eine Erleichterung einfach sein kann.


Wir wollen mit unseren Beiträgen dabei helfen, dass sich unsere Kunden selbst helfen können oder besser verstehen, was wir tun. ABER wir müssen auch darauf hinweisen, dass die Beiträge Dinge beschreiben, die man über Jahre lernt, sodass es eine Vielzahl an Zwischeninformationen gibt, die nicht immer abgebildet sind. Wenn Sie also Inhalte umsetzen wollen, müssen Sie immer eine Absprache mit einem Meister oder Gesellen treffen, weil wir sonst keine Haftung übernehmen können.

Immer seltener begegnen uns auf dem Wasser diese kleinen und großen Schmuckstücke, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Wohlgeformte Schiffe bei denen man fast schon meint, das Herzblut des Eigners müsste man doch auf den Planken wiederfinden können.

Die Rede ist von den „Planken, die die Welt bedeuten“ – die Schiffe, mit denen unser Traum der Freiheit angefangen hat: Klassische Yachten!

Kaum einer der nicht selbst in Besitz eines solchen Kleinods ist, vermag sich vorzustellen, welche Arbeit in diesen Schiffen stecken kann.
Gerade wenn es darum geht, eine in Vergessenheit geratene Yacht zu restaurieren. Wo fange ich mit der Restaurierung überhaupt an? Gibt es noch originale Zeichnungen und Pläne? Oder lasse ich doch lieber die Finger von der Sache?

Wir als Yacht- und Bootswerft Marina Rathje mit nun fast 100 jähriger Geschichte und einem breit aufgestelltem Netzwerk von Fachleuten (Motorenschlosser, Elektroniker, Segelmacher, Rigger,.. ) möchten Ihnen bei diesen Fragen und der Umsetzung Ihres Traumes gerne unter die Arme greifen.

Unser Angebotsspektrum umfasst dabei:

  • Ersteinschätzung des Gesamtzustandes
  • Gutachten über den Aktuellen Marktwert
  • Zielsetzung sowie Recherche von Original Zeichnungen und Plänen
  • Kostenplanung
  • Koordinierung der Restaurierung
  • Umsetzung von allen anstehenden Arbeiten

Sie legen Wert auf Detailverliebtheit und Qualität? Dann sprechen Sie uns gerne an!

Die beschädigte Stelle wird zunächst mit der Flex aufgeschliffen. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Schaden im Laminat vollständig entfernt wird. Wie so häufig im Bootsbau sieht der Schaden zunächst oft kleiner aus, als er ist.

Um zu gewährleisten, dass das neue Laminat hält, muss eine Schäftung angearbeitet werden. Das Verhältnis von Laminatdicke zu Schäftungsbreite sollte 1:10 betragen.
Um bei den groben Schleifarbeiten nicht sich selbst und seinen Arbeitsplatz mit Glasfaserstaub einzudecken, sollte die Flex abgesaugt, oder ein Zelt um den Arbeitsbereich gebaut werden.

Je nach Größe und Stelle des Schadens muss unter Umständen eine Laminierzulage auf der Innenseite angebracht werden, damit das neue Laminat beim Verarbeiten nicht nach innen gedrückt wird. Diese kann von Klebestreifen bei kleinen, simplen Stellen bis zu Laminatplatten bei größeren, komplizierteren Formen reichen.
Bevor jetzt laminiert werden kann, muss man sich das alte Laminat einmal gut anschauen.

Erstens, wie ist die Zusammensetzung, sprich, welche Art von Glasfasertextil wurde verwendet? Das geübte Auge erkennt anhand der Schäftung wo und in welcher Reihenfolge Matte, Gewebe oder Gelege verbaut wurde. Die verschiedenen Varianten verfügen über unterschiedliche strukturelle Eigenschaften.
Zweitens, welches Harz wurde ursprünglich genutzt? Das Durchschnittsboot wird in der Regel mit Polyesterharz laminiert, oft wird jedoch auch Epoxyd- oder Vinylesterharz verwendet. Färbung und Geruch geben über das gebrauchte Harz Aufschluss. Die Harzauswahl ist entscheidend, da nicht alle Harze miteinander kompatibel sind. So hält Polyester zum Beispiel schlecht auf Epoxyd.

Wenn das nun alles geklärt ist, kann mit der Laminiervorbereitung begonnen werden. Es werden Flicken aus den gewählten Glasfasertextilien geschnitten, diese fangen klein an, und werden immer größer, dabei wird sich am alten Laminataufbau orientiert.

Mit einem Pinsel wird jetzt das Harz auf die Schäftung aufgetragen, und der erste Flicken aufgelegt. Er wird sorgfältig mit dem Pinsel angedrückt und mit einer Entlüfterrolle geglättet, damit sich weder Harzblasen, welche zu Unebenheiten führen, noch Luftblasen, welche die Struktur schwächen, bilden. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis alle Flicken aufgebracht sind. Man sollte versuchen, möglichst auf dem Niveau des alten Laminats zu bleiben, um sich später unnötiges Schleifen oder Spachteln zu ersparen.

Beim Laminieren muss darauf geachtet werden, dass in einem Vorgang nicht zu dick laminiert wird. Die Harze sind oft Temperaturempfindlich, und werden beim Aushärten bei dickem Laminat schnell zu heiß, deshalb lieber in mehreren Gängen laminieren. Auch die Außentemperatur spielt hierbei eine Rolle, bei hohen Temperaturen härtet das Harz schneller aus, und wird dementsprechend auch schneller heiß.

Nachdem das Laminat fertig ist, kann Gelcoat aufgetragen werden. Der letzten Schicht muss Paraffin beigemischt werden, damit der er richtig aushärtet. Nach dem Aushärten wird der Gelcoat eingeschliffen, angefangen mit grobem Papier (z.B. P80er), immer feiner werdend, bis man später mit Nassschleifpapier arbeiten kann. Damit die Fläche nachher plan und gleichmäßig aussieht, sollte man einen Schleifklotz, oder bei größeren Stellen ein Schleifbrett benutzen. Dabei ist darauf zu achten, dass man nicht durchschleift. Besonders ärgerlich ist es, wenn man neben der eigentlichen Reparaturstelle durchschleift, weshalb man den Bereich um den neuen Gelcoat abklebt. Wenn das Tape durchgeschliffen ist, weiß man, dass man hier lieber nicht weiter schleifen sollte. Nachdem man ausreichend feingeschliffen hat (z.B. P3000er), wird der Gelcoat poliert, und die Reparatur ist abgeschlossen.


Wir wollen mit unseren Beiträgen dabei helfen, dass sich unsere Kunden selbst helfen können oder besser verstehen, was wir tun. ABER wir müssen auch darauf hinweisen, dass die Beiträge Dinge beschreiben, die man über Jahre lernt, sodass es eine Vielzahl an Zwischeninformationen gibt, die nicht immer abgebildet sind. Wenn Sie also Inhalte umsetzen wollen, müssen Sie immer eine Absprache mit einem Meister oder Gesellen treffen, weil wir sonst keine Haftung übernehmen können.

Nachdem der Marstalschoner Zuversicht in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Wassereinbruch auf Steuerbord-Seite Höhe des Schonermastes erlitt, wurde er zügig auf Land genommen.

Die Gebr. Friedrich Werft fragte uns in diesem speziellen Fall um unser Fachwissen in Bezug auf eine möglichst schnelle und fachgerechte Reparatur.
Unsere Bootsbauer nahmen sich der Sache umgehend an und begutachteten die Leckstelle.

Es handelte sich um einen Plankenstoß, aus dem sich das Werg herausgearbeitet hatte.
Werg ist ein Naturprodukt aus Hanffasern, welches in Teer getränkt ist. Dieses wird mit großer Kraft zwischen die einzelnen Planken gehauen und dichtet somit schlussendlich den Rumpf ab.

Wir kalfaterten den undichten Plankenstoß und vergossen das Ganze noch mit heißem Pech.
Das Pech dient dazu zu verhindern, dass sich das Werg bei Fahrt durchs Wasser wieder herausspült.
Es handelt sich um eine Notreparatur welche lediglich die Schwimmfähigkeit des Schiffes wiederherstellen sollte. Zur Unterstützung für das verwendete Pech wurde noch zusätzlich ein Bleiflicken aufgetragen.

Wieder einmal konnte die Yacht und Bootswerft Marina Rathje durch ihre nun fast 100-jährige Erfahrung mit der Reparatur von klassischen und traditionell gebauten Schiffen dazu beitragen, eines der ältesten Schiffe der Kieler Förde zu erhalten.